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8. März 2009
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Newsarchiv 2003

  News vom  22.12.2003 – Autonomes Frauenhaus Tübingen gegen Deutsche Telekom: Totale Themenverfehlung vor Gericht
Von Monika Gerstendörfer. Am 12. Dezember 2003 fand vor dem Tübinger Landgericht ein Zivilprozess statt. Klägerin war das Frauenhaus Tübingen, eines der ältesten autonomen Frauenhäuser in Deutschland. Die beklagte Deutsche Telekom hatte 2002 die Adresse des Schutzhauses für misshandelte Frauen und ihre Kinder nicht nur in diversen Telefonbüchern, sondern sogar via World Wide Web veröffentlicht. Was sie mit dieser unsäglichen Schlamperei und dem damit verbundenen Verstoß gegen den Datenschutz auslöste, waren Angst, Stress, Chaos, die Unbrauchbarkeit des Hauses, eine notwendige Umsiedlung der zu schützenden Frauen und Kinder in natürlich nicht geeignete Unterkünfte, noch mehr Ärger und Arbeit für die Frauenhausmitarbeiterinnen, ein finanzielles Desaster und und! Die Gerichtsverhandlung und ihr Ausgang waren überhaupt nicht akzeptabel. Zunächst wurde aufgezählt, wie oft - und an welchen Tagen genau - die Telekom aufgefordert wurde, die Adresse des Schutzhauses endlich zu entfernen; zumindest dort, wo es auf die Schnelle ging. Es wurde deutlich, dass die Frauen es wieder und wieder tun mussten, weil die Telekom schlicht und einfach nicht reagierte. Richter Alexander Meinhof brachte zu diesen Non-Reaktionen der Telekom den Begriff des "bedingten Vorsatzes" ins Spiel, der irgendwann erreicht sei. Leider spielte das für das Ergebnis am Ende keine Rolle mehr... Lesen Sie weiter auf der Homepage der Lobby für Menschenrechte.
mehr info: http://www.lobby-fuer-menschenrechte.de/telekomskandal2.htm
  News vom  18.12.2003 – Frauenprojektehaus-Sanierung schreitet voran
Seit der Frauenprojektehaus-Hocketse im September ist viel passiert am Gebäude in der Weberstraße: Fenster und Türen sind eingesetzt, Wände sind eingezogen, Bodenlöcher sind verschwunden und Elektroleitungen gelegt. Sogar die Briefkästen sind bereits bestellt. Bis zum Einzug verbleiben noch sechs Monate. Zeit also für Vereine, Initiativen oder selbstständige Frauen, die schwerpunktmäßig mit und für Mädchen und Frauen arbeiten, den Veranstaltungsraum anzumieten! Der Raum ist für Seminare oder Workshops, Sitzungen oder Tagungen, Lesungen oder andere Kulturveranstaltungen und für Kurse aus dem Bereich Körper- und Bewegungsarbeit geeignet. Weitere Informationen zum Raum finden Sie unter der Rubrik "Haus" oder ab Januar bei TIMA e.V. (Tübinger Initiative Mädchenarbeit), Tel. 07071 / 763006. Di + Do 9.30 - 11.30 und Mi 14.30-16.30. Außerhalb dieser Zeiten können Sie eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, Sie werden dann zurück gerufen.
mehr info: http://
  News vom  17.12.2003 – BAF e.V. organisiert Exkursion zur Georgia O’Keeffe-Ausstellung nach Zürich
Georgia O'Keeffe (1887–1986) gehört zu den großen Figuren der Kunst des 20. Jahrhunderts. Selten nur kann ihr Werk im Original betrachtet werden: Noch nie hat ein europäisches Museum ein Bild O'Keeffes erworben oder eine eigene O'Keeffe-Ausstellung gezeigt! Die Ausstellung im Kunsthaus in Zürich ermöglicht erstmals die Begegnung mit 74 Originalen von Georgia O'Keeffe, einer Malerei, deren eigenwillige Charakteristik eine Art Schwebezustand ist: Zwischen Bild und Abstraktion, Nahblick und Monumentalität, Naturschau und Künstlichkeit offenbaren sich kühne Farb- und Bildfindungen und in die Weite gerichtete Raumentwürfe. Eine Gruppenreise mit Nicola Poppe von BAF e.V. nach Zürich am Samstag, 24. Januar 2004 läßt an diesem besonderen Erlebnis teilhaben. Außerdem im Züricher Kunsthaus: die Ausstellung „Verschiedene Arten zu sein“ der österreichischen Malerin Maria Lassnig. Präsentiert werden rund zwanzig bedeutende Gemälde der letzten Jahre, die das übergreifende Thema der Künstlerin, das «Körperbewusstsein», visualisieren, und sich mit dem Selbstportrait auseinandersetzen. Die Reisekosten betragen 55 EUR, für Mitfrauen 50 EUR. Im Preis enthalten sind Reiseleitung, Bahnfahrt mit Sitzplatzreservierung und Museumseintritt (zwei Ausstellungen incl. Audioführung). Anmeldung und Bezahlung laufen über den Frauenbuchladen Thalestris, Bursagasse 2, 72070 Tübingen, Tel. 07071 - 26590. Bis Freitag, 9.1.2004 (letzter Buchungstag für Gruppenticket!!) sollten die Anmeldungen eingegangen sein. Weitere Informationen entnehmt bitte den Terminen! Viel Spaß in Zürich!
mehr info: http://www.baf-tuebingen.de
  News vom  10.12.2003 – Har(t)z stinkt - Bundesweite Aktion der autonomen Frauenhäuser, Frauenprojekte und Unterstützerinnen
Presseinformation - HAR(T)Z STINKT! Zur geplanten Verabschiedung der "Reformen" verschicken wir zum 12.12.03 massenhaft und bundesweit Harzer Käse unter dem Motto "UNS STINKTS!" an die Bundestagsfraktion der SPD und GRÜNEN sowie die jeweiligen LändervertreterInnen der Parteien. Die geplante Umsetzung von Hartz ist ein Schlag ins Gesicht aller Frauen, insbesondere für von Gewalt betroffene Frauen und denjenigen Unterstützungseinrichtungen, die seit Jahrzehnten feministische Anti-Gewalt-Arbeit machen. Gewalt gegen Frauen ist und bleibt ein strukturelles Problem. Frauen und Kindern wird Gewalt angetan in einer Gesellschaft, die Gewalt negiert und zulässt. Der durch Hartz geförderte massive Sozialabbau verschärft und verschlechtert die ökonomische Situation von Frauen und unterstützt männliche Gewaltstrukturen. Die geplanten Hartz-Gesetze, insbesondere in Verbindung mit Gesundheitsreform, neuem Zuwanderungsgesetz und Agenda 2010, ignorieren in eklatanter Weise die besondere Gefährdungssituation von Gewalt betroffener Frauen. Wir lehnen Hartz als frauenfeindlich und menschenverachtend ab! HARTZ-ATTACKE! An den Deutschen Bundestag (SPD Bundestagsfraktion, Pressesprecher Lars Kühn) oder GRÜNE, Platz der Republik 1, 11011 Berlin; an das Presse und Infoamt der Bundesregierung, 11044 Berlin; Bundesrat, 11055 Berlin, Hausanschrift: Leipzigerstr 3-4, 10117 Berlin.
mehr info: http://www.zif-frauen.de/zif/default.htm
  News vom  10.12.2003 – NoFra - Notruf-Frauen gegen sexuelle Gewalt e.V. sucht Mitfrauen
Seit Ende der 70er Jahre findet in Deutschland eine öffentliche Auseinandersetzung mit "Gewalt gegen Frauen" statt. Frauenhäuser und Notrufe für vergewaltigte Mädchen und Frauen sind damals entstanden. 200 Notrufgruppen gibt es derzeit in Deutschland. Ziel ist, sexuelle Gewalt und Vergewaltigung immer wieder öffentlich zu thematisieren und betroffenen Mädchen und Frauen durch die Notruftelefone Gesprächsmöglichkeit, Beratung sowie weitere Unterstützung anzubieten. Der Notruf in Tübingen sucht derzeit Verstärkung durch engagierte Frauen, die ehrenamtlich mitarbeiten möchten. Vorkenntnisse sind keine nötig, da im Rahmen der Arbeit Fortbildungsmöglichkeiten bestehen. Weitere Informationen beim Notrufteam: Notruf - Frauen gegen sexuelle Gewalt e.V., Postfach 2131, 72011 Tübingen, Tel. 07071 / 51888 oder e-mail nofra.tue@gmx.de. Spendenkonto: Notruf – Frauen gegen sexuelle Gewalt e.V., KSK Tübingen, BLZ 641 500 20, Kontonummer 1 433 652. Wir sind als gemeinnütziger Verein anerkannt.
mehr info: http://
  News vom  09.12.2003 – Auf ins neue Jahr - Tipps zu Sylvester
Noch nichts vor an Sylvester? Hier ein paar Ausgehtipps aus Tübingen und Stuttgart! Frauen, die in gemütlicher Atmosphäre ins neue Jahr rutschen wollen, sind im Tübinger Frauencafé im Epplehaus (Karlstr. 13) gut aufgehoben. Tina und Ariane schwingen den Kochlöffel und servieren ab 20 Uhr ein Volxküchenessen zum Unkostenbeitrag. Anschließend gibt es Musik zum Tanzen (aber keine Disco). Mit Pauken, Trompeten, einem Feuerwerk der Extraklasse und dem traditionellen Mitternachtswalzer verabschiedet sich ab 21 Uhr das Frauenkulturcafé Sarah in Stuttgart (Johannesstr. 13) mit euch zusammen vom Jubiläumsjahr 2003 und begrüßt lautstark das neue Jahr. Lust auf Disco? Ab 22 Uhr feiert Wildthing in der BOA Stuttgart (Tübinger Str. 12) ein Magic Silvester. DJane Elly & Friends legen auf, ihr könnt ein Welcome Cocktail Surprise schlürfen und wie immer sind Gays welcome.
mehr info: http://www.frauencafe-tuebingen.de
  News vom  09.12.2003 – Munich s'ports the rainbow - 9. EuroGames in München
Das größte schwul-lesbische Sportereignis Europas kommt an die Isar: die neunten EuroGames werden vom 29. Juli bis 1. August 2004 in München stattfinden. 5000 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Europa werden sich in 27 Sportdisziplinen messen. Das bei EuroGames bislang umfangreichste Angebot an Turnieren und Wettkämpfen wird von einem reichhaltigen Kulturprogramm begleitet. Eine Woche lang wird es Partys, Shows, Ausstellungen, Workshops und vieles mehr geben. Jeder ist willkommen, unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung, religiöser oder politischer Einstellung. Behinderte AthletInnen werden ausdrücklich ermutigt, an den Spielen teilzunehmen. Seit Juli 2003 läuft die Online-Registrierung für die EuroGames für die folgenden Sportarten: Aerobics, Badminton, Bankdrücken, Basketball, Beachvolleyball, Bowling, Cheerleading, Fechten, Freeclimbing, Fußball, Golf, Handball, Karate, Leichtathletik (inkl. Halbmarathon), Line Dance, Luftgewehrschießen, Martial Arts, Ringen, Rudern, Schach, Schwimmen (inkl. Synchronschwimmen), Squash, Tanzen, Tennis, Tischtennis, Triathlon und Volleyball. Eines der Ziele der EuroGames in München ist, eine Beteiligung von 50% Frauen und Männern zu erreichen.
mehr info: http://www.eurogames.info/2004
  News vom  08.12.2003 – Online-Beratung für junge Lesben
Der Mädchentreff e.V. bietet seit längerem eine E-Mail-Beratung für junge Lesben oder solche, die es werden wollen, an. Es können alle Fragen rund ums Coming-out, zu Liebe, Sex, Verliebtsein, Familie, und und und, gestellt werden. Wir beantworten die Anfragen innerhalb von drei Schultagen. Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass ein großer Beratungsbedarf vorhanden ist, die Themen reichen von "Zum ersten Mal in eine Frau verliebt" über "Fragen zu Gruppen und Treffpunkten für junge Lesben im ländlichen Raum" bis zu "gibt es ein Rezept gegen Liebeskummer". Darüber hinaus bieten wir auch längerfristige Kriseninterventionen an. Anfragen werden vertraulich behandelt und die Nutzerinnen bekommen eine Bezugsperson an ihre Seite gestellt, die die Briefe beantwortet. Das Angebot stößt auf große Resonanz, und deshalb freuen wir uns eine Neuigkeit vorstellen zu können: Ab jetzt beraten wir nicht mehr über E-Mail, sondern direkt über das Netz. Jede Nutzerin braucht nur noch einen Nickname einzugeben; damit ist die Mail-Beratung sicherer und absolut anonym geworden. Einfach auf unsere Homepage www.maedchentreff-tuebingen.de gehen und auf den Button Mailberatung klicken. Wir freuen uns über viele Nutzerinnen! Viele Grüße vom Beraterinnen-Team des Mädchentreff e.V. (Die Mail-Beratung wird gefördert von der Landesstiftung Baden-Württemberg).
mehr info: http://www.maedchentreff-tuebingen.de
  News vom  07.12.2003 – Frauen helfen Frauen e.V. prozessiert gegen Telekom
Liebe Frauen, unser lang erwarteter Prozess gegen Telekom steht nun an. Zur Erinnerung: Wir mussten im Juni 2002 unser Autonomes Frauenhaus räumen, da Telekom die geheime Adresse im Telefonbuch, der (Internationalen) Auskunft, sowie auf Auskunfts-CD-ROMs veröffentlicht hat. Da Telekom auch Daten verkauft, wurde die Adresse auch im Eniro-Telefonbuch veröffentlicht. Wir waren letztes Jahr lange mit Telekom in Verhandlung um einen Vergleich, dies hat Telekom letztendlich abgelehnt. Wir fordern nun Schadensersatz vor Gericht. Der Prozess beginnt am Freitag, 12. Dezember, 8.30 Uhr, Saal 111, Richter Meinhof, Landgericht Tübingen. Wir hoffen, dass viele Frauen kommen werden um Solidarität und Präsenz zu zeigen und damit das öffentliche Interesse an dem Prozess. Leider sind schon viele Frauen am Freitag bei einer Tagung in Bad Boll (Frauenprojektehaus e.V.), umso wichtiger ist es den Termin weiter zu sagen!!! Wenn ihr darüber hinaus Interesse habt uns zu unterstützen meldet euch, wir haben eine Unterstützerinnengruppe aus Mitfrauen, die gerne wachsen kann! Tel. 07071/26457
mehr info: http://
  News vom  02.12.2003 – Tipp der Woche vom Frauenbuchladen Thalestris
Stern, Adriana: Pias Labyrinth. Pia ist fünfzehn und lebt im Internat. Sie ist eine Außenseiterin, ein Arbeiterkind unter höheren Töchtern, als Kind wurde sie missbraucht. Alle anderen Mädchen kennen nur ein Thema, Pia hingegen interessiert sich nicht die Bohne für Jungs. Sie möchte aber dazugehören. Das nutzen ihre Mitschülerinnen aus, setzen sie unter Druck. Es kommt zur Eskalation. Pia landet in der Psychiatrie und lebt nach einer spektakulären Flucht auf der Straße. Nach ein paar Monaten geht sie ins Internat zurück, wo sie endlich zwei Freundinnen findet. Dann kommt Phil dazu, in die sich Pia sofort verliebt. In dieser lesbischen Jugendliebe erlebt sie Höhen und Tiefen, Nähe und schroffe Distanz - bis Phil Pia kalt abserviert. Pia ist am Boden zerstört. Da lernt sie Peter kennen, einen netten jungen Mann, und ergreift die Chance, zur "Normalität" zurückzukehren... Jahre später wirft jedoch die Begegnung mit einer Fremden Pias Lebens- und Identitätskonzept über den Haufen, und sie wirft sich voller Hoffnungin eine ungewisse lesbische Zukunft ... "Pias Labyrinth", ein Entwicklungsroman voller Ab- und Umwege, beschreibt lesbische Identitätsfindung nicht als geradlinigen und zwingenden Prozess. Pias Weg ist geprägt vom Zwiespalt zwischen Sehnsucht nach Konformität und dem Wunsch nach selbstbestimmtem Leben und Lieben. Wie in "Hannah und die Anderen" lässt Adriana Stern die Leserin ganz nah an die Protagonistin heran und schafft eine Identifikationsfigur, an der man sich reibt und mit der man mitfiebert. Argument, 256 S.;Kategorie: Lesben/ Mädchenbücher. 9.90 €. An den kommenden Advent-Samstagen haben die Neckar-Amazonen vom Frauchenbuchladen bis 18 Uhr geöffnet. Es kann nach Herzenslust bis in die Abenstunden gestöbert und eingekauft werden - gerne bei Tee und Kaffee....
mehr info: http://www.frauenbuchladen.net
  News vom  26.11.2003 – Urmütter der Steinzeit – Bilder weiblicher Schöpfungskraft
Sie entsprechen so ganz und gar nicht unserem heutigen Schönheitsideal, wurden aber von unseren jungsteinzeitlichen Vorfahren als Göttinnen verehrt. In einer neuen Ausstellung zeigt das Museum Schloss Hohentübingen etwa 90 Abgüsse so genannter Urmütter aus der Sammlung von Ruth Hecker, die durch die zeitgenössischen Gemälde der Künstlerin Judith Hecker ergänzt werden. Derlei üppige Frauenstatuetten mit schweren, hängenden Brüsten und betonter Beckenregion wurden in zahlreichen altsteinzeitlichen Fundstätten Europas und Asiens entdeckt. Sie sind aus Mammutelfenbein, Knochen oder gebranntem Ton geschaffen und zwischen 27.000 und 14.000 Jahre alt. Die Ausstellung ist vom 24. Oktober 2003 bis zum 25. Januar 2004 zu sehen. Das Museum ist in dieser Zeit mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Begleitend hierzu hält am 2.12. Dr. Linda Owen den Vortrag "Frauen in der Urgeschichte", BAF e.V. veranstaltet am 14.12. eine Matinee mit der Ausstellungsmacherin Ruth Hecker. Mehr Info hierzu unter Termine oder
mehr info: http://www.uni-tuebingen.de/uni/qvo/pm/pm2003/pm695.html
  News vom  26.11.2003 – Internetdatenbank zum Thema Frauengesundheit ab sofort online
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt ab sofort eine Internetdatenbank „Frauengesundheit und Gesundheitsförderung“, die gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) erarbeitet wurde, online. Die Datenbank beinhaltet ein breites Themenspektrum an frauenspezifischen Gesundheitsinformationen aus dem In- und Ausland. Damit ist sie die erste bundesdeutsche Wissenschaftsdatenbank in diesem Bereich, die auch internationale Daten berücksichtigt. Die Datenbank dient Expertinnen und Experten sowie Forschenden als Zugang zu aktuellen, verlässlichen Daten und inhaltlichen Informationen zu relevanten Fragen der Frauengesundheit. Für 26 ausgewählte Gesundheitsthemen wie z.B. Krebs, Aids, Sucht oder Gewalt werden Literaturangaben, Datenquellen, Organisationen und Linklisten für die Regionen Deutschland, Europa, USA und International angegeben. Derzeit sind mehr als 2000 Einträge in der Datenbank enthalten, die kontinuierlich aktualisiert werden. Aufbau und Inhalt dieser Internet-Datenbank entsprechen dem interdisziplinären und integrativem Ansatz in der Frauengesundheitsforschung, bei dem medizinische, psychologische und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigt werden.
mehr info: http://www.bzga.de/frauengesundheit
  News vom  25.11.2003 – Fahnenaktion
Die Fahnenaktion „Frei leben – ohne Gewalt“ findet am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen statt. Die Jahreskampagne 2003 / 04 wird unter dem Thema "Mode, Macht und Frauenrechte" stehen. Hierbei geht es um die Arbeitssituation von Frauen in der Bekleidungsbranche weltweit, welche ein Paradebeispiel für die ungeschützte, ausbeuterische Arbeit von Frauen ist. Frauen sind hier ganz spezifisch betroffen, weil dies traditionell ein typischer Frauenarbeitsbereich ist. Die in Deutschland verkaufte Bekleidung wird bereits zu 95 % im Ausland produziert. In vielen Zuliefererbetrieben zum Beispiel in Asien und Südamerika werden nicht einmal die dort geltenden, meist unzureichenden Arbeitsgesetze beachtet. Die Textilherstellung bedeutet für die meisten der dort beschäftigten Frauen Hungerlöhne, Krankheit, Unterdrückung und soziales Elend: 7-Tage-Woche, 12-Stunden-Tage, Sprechverbote, gesundheitsschädigende Arbeitsbedingungen. Frauen, die sich wehren, die ihre Stimme erheben gegen diese Form des modernen Sklaventums, werden häufig verfolgt und sogar ermordet. So wurde die Gewerkschafterin Flor de Maria Salguero in Guatemala überfallen und vergewaltigt, weil sie es wagte, öffentlich über die misslichen Arbeitsbedingungen zu berichten. Wir als VerbraucherInnen können dazu beitragen, die Forderung der Kampagne Saubere Kleidung, der auch Terre des femmes angehört, nach einer weltweit gültigen Sozialcharta für den Handel mit Kleidung zu unterstützen. Es gilt, die oft menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen zu verbessern. Vereinigungsfreiheit, Existenzsichernder Lohn, humane Arbeitszeiten ohne erzwungene Überstunden müssen garantiert und das Verbot der Zwangs- und Kinderarbeit sowie der sexuellen Belästigung eingehalten werden.
mehr info: http://www.frauenrechte.de
  News vom  21.11.2003 – Autonomes Frauenhaus Tübingen fährt nach Berlin!
In einer Nachtaktion werden die Frauen vom Autonomen Frauenhaus Tübingen am Sonntag, 23.11. nach Berlin reisen. Dorthin lädt die bundesweite Arbeits Gemeinschaft der autonomen Frauenhäuser zum Aktions Plan ein. Grund der Einladung ist eine Pressekonferenz: Die Bundesministerinnen Renate Schmidt (Frauen, Jugend, Soziales, und Senioren) und Brigitte Zypries (Justiz) werden zusammen mit Vertretrinnen der Frauenhäuser, Frauenberatungsstellen, Notrufen und Interventionsprojekten über die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit den Frauenprojekten in Bezug auf den Aktionsplan sprechen. Hier soll betont werden, dass der Erfolg der Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Gewaltschutzgesetz gefährdet ist, wenn mit den Frauenprojekten ein wichtiger Teil aufgrund Kürzungen wegbricht. Diese Medienpräsenz soll auch Anlaß sein, auf die vielerorts katastrophale finanzielle Situation der Frauenprojekte hinzuweisen und eine Öffentlichkeit hierfür herzustellen. Aktuellstes Beispiel ist die Schließung von acht Frauenhäusern in Hessen oder die geplanten massiven und Existenz bedrohenden Kürzungen in NRW, Berlin, Hamburg, etc. Die Pressekonferenz wird von 12 bis 13 Uhr stattfinden. Ab 11 Uhr ist ein Autokorso durch die Berliner Innenstadt geplant. Ziel ist um 12 Uhr der Ort der Pressekonferenz (evtl. Bundespresseamt) - mit Schildern, Plakaten und viel Lärm. Ob mit oder ohne Auto: alle sind willkommen - Trillerpfeife nicht vergessen!
mehr info: http://www.zif-frauen.de/agap/default.htm
  News vom  16.11.2003 – Zur Frage nach Frauenräumen – ein Plädoyer dafür
In Zeiten des Sparzwanges kommt ständig die Frage nach der Notwendigkeit von Frauenräumen. Braucht es die? Belegen Frauen im Zuge der Gleichberechtigungsdebatte nicht schon längst alle Räume? Viele, aber nicht alle wäre eine Antwort. Leider gibt es noch immer genug Räume, die fast ausschließlich von Männern belegt sind: Frau denke nur an Professuren, an Führungspositionen und sämtliche Stellungen mit hohen Gehältern. Doch bei Frauenräumen geht es nicht um die Höhe des Gehaltes, darum, ob Frauen alle Räume belegen oder nicht. Es geht um eine eigene Frauenkultur, in der Männer nicht vorkommen. Warum sie nicht vorkommen? Weil Frauenkultur den Anspruch hat, dass sie eine bei Comedy von Frauen für Frauen herzlich lachen lässt, bei einem Vortrag von Frauen für Frauen zum Staunen oder Nachdenken bewegt und nicht zum Kopf schütteln, eine Frauendisco von Frauen für Frauen, bei der Frauen abtanzen und eine Heimat spüren, die bisher verwehrt blieb. Und dies nicht, weil diese Frauen per se Männer nicht mögen, sondern weil eine Sehnsucht nach eigener Kultur da ist, die im Alltag nicht unbedingt zu finden ist.
mehr info: http://
  News vom  07.11.2003 – Nikolausin-Fete im Frauencafé Tübingen
Am 6.12. ab 21.30 Uhr, alle Jahre wieder: Die Nikosause im Frauencafé Tübingen. In früheren Zeiten die letzte Fete des Jahres im Frauencafé, bevor dann Silvester traditionell im Club Voltaire getanzt und gefeiert wurde. Nun, Club Voltaire ist leider nicht mehr. Dieses Jahr findet die Nikosause des Frauencafé e.V. nicht im gewohnten Tanzsaal des Epplehaus-Frauencafé statt, sondern zwei Stockwerke tiefer: im Discokeller des Epplehaus-Gewölbes (Eingang direkt neben dem Aufgang zum Frauencafé). Wer sich hinter den DJanes Wonder and Beautiful verbirgt, wird an dieser Stelle nicht verraten, oder wußtet ihr schon einmal, was die Nikolausin euch bringt? Kommet zuhauf, trinket Glühwein und schwinget das Tanzbein! Der Erlös geht übrigens an das neue Frauencafé, das ab Mitte nächsten Jahres in der Weberstraße seine Pforten öffnet. Dazu wird noch ein Tresen sowie Tische und Stühle benötigt. Es laden herzlich ein die Frauen vom Frauencafé e.V. Tübingen.
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  News vom  18.10.2003 – Stadt der Frauen: Visionen einer geschlechtergerechten Zukunft - Interdisziplinäre Ringvorlesung im Studium generale der Universität Tübingen
In ihrem "Buch von der Stadt der Frauen" forderte die französische Schriftstellerin Christine de Pizan bereits 1404 ihre Geschlechtsgenossinnen auf, "die Spitzhacke ihres Verstandes" wirken zu lassen, um die Vision einer neuen, besseren und frauengerechteren Gesellschaft zu entwickeln. Können Visionen auch kommunale politische Politik inspirieren? Und welche Visionen sind notwendig, damit sich die Stadt Tübingen zu einem Lebens- und Arbeitsraum entwickelt, der Frauen und Männern gleichermaßen gerecht wird? Antworten auf diese Fragen zu finden und den Dialog zwischen Wissenschaft und kommunaler Praxis anzuregen, ist das Ziel dieser interdisziplinären Vortragsreihe, die von der Frauenbeauftragten der Universität Tübingen, Prof. Dr. Ingrid Hotz-Davies, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe "Frauen in der Stadt" (hervorgegangen aus der Leitliniendiskussion der Stadt Tübingen) organisiert wurde und ab dem 05.11.2003 jeweils Mittwochs um 20 Uhr im Kupferbau statt findet.
mehr info: http://www.uni-tuebingen.de/frauenbeauftragte
  News vom  17.10.2003 – Frauencafé Tübingen 1983 - 2003 - das Buch zum 20jährigen Jubiläum
20 Jahre - welche hätte gedacht, dass gerade dieses Projekt, das am 27.8.1983 mit einem Fest eröffnet wurde, trotz schwieriger Rahmenbedingungen so lange bestehen würde? Das Buch ist eine Hommage an ein ganz besonderes "Unternehmen". Gegründet von Frauen aus ganz unterschiedlichen Gruppierungen der autonomen Frauenbewegung, wird das Frauencafé im Epplehaus seit 1983 von wechselnden 'Generationen' selbstorganisiert und ehrenamtlich geführt. In unserem Buch kommen Gründerinnen zu Wort, ein damals verantwortlicher Mitarbeiter des Jugendhauses, Besucherinnen und Wegbegleiterinnen des Frauencafés, Projektfrauen der 90er Jahre sowie Gruppen und Projekte, die die Räume für ihre Besprechungen und Veranstaltungen nutzen. Wir haben sie alle gebeten, ihre ganz subjektive Sicht auf das Projekt, ihre Erfahrungen, Meinungen und auch Anekdoten beizusteuern, um möglichst viele Facetten dieses Ortes sichtbar werden zu lassen. An den Schluss haben wir einen kleinen Ausblick auf das "neue Frauencafé" gestellt, denn im Sommer 2004 wird das Frauencafé in die neuen Räume im Frauenprojektehaus umziehen. Herausgekommen ist ein spannendes Lesebuch, das informativ, humorvoll und mit einer Portion Ironie die 20jährige Geschichte beleuchtet. Frauencafé Tübingen 1983 - 2003. Herausgegeben vom Frauencafé im Epplehaus. 72 Seiten, mit mehr als 100 Fotos und Abbildungen. Für 6 EUR im Frauenbuchladen Thalestris, Bursagase 2, und im Frauencafé Tübingen, Epplehaus, Karlstr. 13, erhältlich.
mehr info: http://www.frauencafe-tuebingen.de
  News vom  16.10.2003 – Stuttgarter Aktionswoche für (I)NTACT: Hilfe für afrikanische Frauen im Kampf gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen
In nahezu allen betroffenen Staaten kämpfen heute nichtstaatliche Organisationen gegen die Beschneidung. Aufklärung über die schädlichen Folgen der Verstümmelung hat sich dabei als der wirksamste Weg erwiesen. Für flächendeckende Sensibilisierungs-Kampagnen aber fehlen den meisten afrikanischen Initiativen die Mittel. (I)NTACT hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Organisationen in ihrem Kampf zu unterstützen. (I)NTACT finanziert seit 1996 Aufklärungs-Maßnahmen in zahlreichen Ländern. Bewusst werden vor Ort keine eigenen Projekte durchgeführt, denn die afrikanischen Partnerorganisationen haben bereits Erfahrungen in der Aufklärungsarbeit gesammelt und können deshalb wirksamer arbeiten als westliche Organisationen. (I)NTACT fördert Projekte in Benin, Burkina Faso, Mali, Senegal, Tansania und im Tschad. Bei der Stuttgarter Aktionswoche für (I)NTACT vom 12. - 19.11.2003 tritt u.a. Frl. Wommy Wonder mit einem Kabarett- und Transvestie-Benefizprogramm auf. Am 19.11. liest Nura Abdi aus ihrem Buch "Tränen im Sand", in der sie ihre Lebensgeschichte schildert und Menschen für das Thema weibliche Genitalverstümmelung sensibilisiert. Der Erlös der Veranstaltungen wird in voller Höhe an (I)NTACT weitergeleitet.
mehr info: http://www.p-aktion.de/intact-stuttgart
  News vom  15.10.2003 – Großes Fest zum 25jährigen Jubiläum des Frauenkulturzentrums Sarah
Große Ereignisse verlangen große Taten... und deswegen lädt das Stuttgarter Frauenkulturzentrum Sarah zum 25jährigen Bestehen im großem Stil ein, um am Freitag, den 21.11.2003 ab 19:30 Uhr im Kursaal Stuttgart-Bad Cannstadt zu feiern. Das Jubiläumsprogramm beginnt mit dem Lesbenchor Stuttgart, der unter neuer Chorleitung Ausschnitte aus seinem neuen Programm “It`s crime Time" präsentiert. Ob die Krimi-Mimi oder der Jailhouse-Rock, alles dreht sich hier um dieses mörderische Thema. Nicht weniger verwegen sind die “Queens of Spleens”, die ihr brandneues Programm spielen: "Lustspiele". Voller Spiellust unternehmen die Queens of Spleens eine rasant-spöttische Reise durch alle möglichen und unmöglichen Musikstile unserer Zeit. Nichts und niemand bleibt ungeschoren, kein Auge trocken, kein Lachmuskel schlaff. Danach heizt die Stuttgarter Lesbenband “Westdykes” ein, deren Musik weder vor Punk noch vor Ska haltmacht. Rockige Anleihen und Rapeinlagen geben zusammen mit dem melodiösen Bass, der akzentuierenden Gitarre und dem treibenden Schlagzeug West-Dyke ihren unverwechselbaren Stil. Im Anschluß daran kann auf Djane Coras Musik abgetanzt werden bis in die frühen Morgenstunden.
mehr info: http://www.das-sarah.de
  News vom  12.10.2003 – 3. Filmfest von Terre des femmes
Zum dritten Male wird vom 13. bis 19. November das Filmfest von TERRE DES FEMMES zum internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten der Universitätsstadt Tübingen, veranstaltet. Über 30 Spiel- und Dokumentarfilme aus über 20 Ländern werden in Tübinger und Rottenburger Kinos gezeigt - zur Reflexion über Frauen und ihre Rechte in unserer "Einen Welt" und in verschiedenen Kulturkreisen, aber auch zum cineastischen Vergnügen. Besondere Highlights sind vielfach ausgezeichnete Spielfilme, die in nächster Zeit in die Kinos kommen werden. Begleitend zu den aktuellen Kampagnen von TERRE DES FEMMES wird den Themen Zwangsheirat und Soziale Rechte von Textilarbeiterinnen ein besonderes Gewicht zugemessen. Der Länderschwerpunkt Afghanistan soll an die prekäre Situation afghanischer Frauen erinnern, die aufgrund der Krise im Irak in Vergessenheit zu geraten droht.
  News vom  12.10.2003 – 15. Internationales Lesbenfilmfestival in Paris
Vom 7.-11. November findet im Tianon Theater in Paris das 15. Internationale Lesbenfilmefestival "Quand les lesbiennes se font du cinéma" statt. Dieses Festival ist nur für Frauen offen (und für jede Person, die sich als Frau definiert). Es ist eine Gelegenheit, fünf Tage unter Frauen zu sein, die Arbeit der Lesben in der Kunstabteilung zu entdecken. Organisiert wird ein Regisseurinnenfestival für Lesben und von Lesben jährlich im November, um lesbische und feministische Kunst zu präsentieren, um Diskussionen und Treffen zu ermöglichen und um sich allen Künsten zu öffnen (Kino, Musik, Fotografie, Bildhauerei...). So könnt ihr dieses Jahr: mehr als 79 Filme aus 20 Ländern sehen, Vorpremieren in Anwesenheit der Regisseurinnen erleben, die Arbeit der Künstlerinnen (Fotografinnen, Bildhauerinnen...) in einer Ausstellung bewundern, ein Konzert von Anatomie Bousculaire besuchen, an Diskussionen teilnehmen, zu der Party gehen, Verkaufsstände besuchen (viele Vereine, Bücher, T-Shirts...), das Angebot in der Cafeteria genießen, und vieles mehr... Dank den 80 ehrenamtlichen Frauen, die das ganze Jahr für den Verein aktiv sind, können diese Festivals bestehen.
mehr info: http://www.cineffable.fr.fm
  News vom  01.10.2003 – Buchtipp des Monats vom Frauenbuchladen THALESTRIS
Rusch, Claudia: Meine freie deutsche Jugend
Was passiert, wenn man in dem festen Glauben aufwächst, Kakerlaken seien Stasi-Spitzel? Und wie fühlt man sich, wenn man als Kind mit einem "Schwerter-zu-Pflugscharen"-Aufnäher in die Schule gehen muss?
Claudia Rusch, die im Umfeld der DDR-Bürgerrechtsbewegung aufwuchs, erzählt in ihren Erinnerungsgeschichten pointiert und mit Herz und Humor, wie sie unter kaum glücklich zu nennenden Umständen eine glückliche Kindheit verlebte, auch wenn die bitteren Erfahrungen nicht ausblieben: Der Großvater starb in Stasi-Untersuchungshaft, die Familie lebte unter andauernder Beschattung, eine enge Freundin der Mutter entpuppte sich als IM "Buche". Doch was übrigbleibt, sind überwiegend schöne Erinnerungen an eine fast normale Kindheit.
Fischer Verlag, 14.90
mehr info: http://frauenbuchladen.net
  News vom  28.09.2003 – 1. Frauenprojektehaus-Hocketse
Rund 150 Frauen und auch vereinzelt Männer nahmen am Samstag, den 27.09.2003, an der Hocketse auf der Baustelle des Frauenprojektehauses teil. Eingeladen hatten hierzu die künftigen Mieterinnen, die Frauenbeauftragte der Universitätsstadt Tübingen sowie der Verein Frauenprojektehaus. Oberbürgermeisterin Brigitte Russ-Scherer betonte in ihrem Grußwort das besondere Engagement der Frauen sowie die seltene Einstimmigkeit, die dieses Projekt in der Ausschusssitzung des Bauträgers, der GWG Tübingen, erlangt hatte. Gerhard Breuninger, Geschäftsführer der GWG, berichtete von der Entwicklung des Projektes. Das Architekturbüro Luz lud anschließend zu Führungen durchs Gebäude ein und erklärte mit viel Liebe zum Detail den Umbau. Die schönste Überraschung war zweifellos die Nachricht über die Bewilligung eines Zuschusses der Aktion Mensch: Borghild Strähle und Micha Schöller hatten in vielen Stunden Arbeit einen Antrag für rollstuhlgerechte Umbauten und einen Personenaufzug gestellt, der kurz vor der Hocketse positiv entschieden wurde. Das Glück ließ das Frauenprojektehaus auch in Bezug auf das Wetter nicht im Stich: bei Sonnenschein schrieben die BesucherInnen der Hocketse Wünsche für das Frauenprojektehaus auf und ließen sie auf Kommando der Frauen vom Notruf e.V. an Luftballons gehängt in den Himmel steigen. Wenn das Haus auch in Zukunft so bunt, engagiert und interessiert belebt wird wie an der Hocketse, dann wird ein Traum wahr: der Traum von einem gemeinsamen Dach für Mädchen und Frauen in Tübingen!
mehr info: http://